„Associação de Olaria de Camucuio*“
In Zusammenarbeit mit der GTZ (Standort Lubango) in Angola entstand dieses Seminar mit dem Schwerpunkt Nganguela Flüchtlingsfrauen zu fördern. Um das Einkommen der Frauen nachhaltig zu verbessern, wurde dieses Seminar konzipiert.
Wie kam es zu dem Projekt?
Zu Beginn stand der Wunsch ein Projekt zu konzipieren, das alternative, insbesondere handwerkliche Einkommensquellen für Frauen im Municipio Quipungo unterstützt. Diese Vorgabe bildete den Ausgangspunkt dieser Recherche vor Ort. Zahlreiche Familien sind vor den Kriegsfolgen hierher in die Region geflohen. Sie haben sich hier niedergelassen und leben in sehr bescheidenen Verhältnissen. Exemplarisch für diese Nachkriegssituation und ihre Bewohner, ist das Dorf Malipi (ca. 15 km von Quipungo entfernt). In Malipi leben ca. 20 Töpferinnen, die durch ihr Handwerk ihr Auskommen, und das ihrer Familie bestreiten. Um das Einkommen der Töpferinnen in diesem Dorf zu verbessern wurde vor Ort ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet. Es umfasst ein zweiwöchiges Seminar, die Ausgabe einer Töpferscheibe für Malipi sowie der Bau eines energiesparenden Brennofens. Zum Hintergrund: Bedingt durch den Krieg sind Mitglieder der ethnischen Gruppe Ngengela aus Moxico, in die Region Huíla, nach Malipi geflohen und haben sich hier angesiedelt. Die Gegend von Malipi im Süden Huílas zeichnet sich durch guten Lehmboden aus, der zur Tongewinnung günstig ist. Die Keramik der Ngengela sind in weiten Teilen Angolas bekannt und beliebt. Die Töpferei ist eine traditionelle Arbeit für Frauen, die mit diesem Handwerk ihren persönlichen Lebensunterhalt und den ihrer Familie bestreiten. Vor diesem Hintergrund konzipierte ich zusammen mit dem Leiter des GTZ Standorts Lubango, Christian Smida, ein Seminar, das auf die besonderen Bedürfnisse der Frauen eingeht und zum Ziel hat das Einkommen der Töpferinnen zu verbessern. Für die Durchführung des Seminars, die Um- setzung und Organisation war ich verantwortlich. Das Seminar bestand aus verschiedenen Modulen, wie z.B. Material+Technik, Innovation, Gestaltung und Kleinunternehmertum.
*Camucuio, bedeutet in der Sprache der Ngenguela „am Fuße des Baumes“. Camucuio nennen die Bewohner des Dorfes ihr Viertel, das offiziell Malipi (III) genannt wird.
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